An der diesjährigen STEP Hungary Konferenz in Budapest nahm unsere Senior Partnerin Priska Rösli als Panelistin teil. Unter dem Titel ”Cross-border wealth structuring in Central Europe and beyond“ diskutierten Experten aus verschiedenen Jurisdiktionen aktuelle Entwicklungen rund um Trusts, Foundations und internationale Vermögensplanung.

Ein zentrales Thema zog sich durch sämtliche Panels – und lässt sich aus unserer Sicht klar zusammenfassen: Entscheidend ist nicht, wie eine Struktur konzipiert wird, sondern wie belastbar sie im internationalen Kontext tatsächlich ist.
Insbesondere dann, wenn sich der Lebensmittelpunkt oder die Vermögensstruktur international verlagert, zeigt sich, wie unterschiedlich identische Strukturen steuerlich eingeordnet werden und wie stark diese Unterschiede die Tragfähigkeit einer Lösung beeinflussen.
Steuerliche Behandlung im internationalen Kontext
Im Panel “Taxation of cross-border structures – Part I (Inbound)” lag der Fokus auf der steuerlichen Behandlung länderübergreifender Strukturen beim Eintritt in eine neue Jurisdiktion.
Gemeinsam mit internationalen Experten aus Ungarn, Zypern und Neuseeland wurden anhand konkreter Fallbeispiele insbesondere folgende Fragestellungen beleuchtet:
- die steuerliche Qualifikation ausländischer Trusts und Foundations
- Herausforderungen bei der Einbringung von Vermögenswerten
- unterschiedliche Ansätze von Steuerbehörden bei Ausschüttungen
In ihrem Beitrag ordnete Priska Rösli insbesondere die Perspektive Liechtensteins ein und zeigte auf, unter welchen Voraussetzungen sich etablierte Strukturen auch im internationalen Kontext nachhaltig und umsetzungsorientiert gestalten lassen.

Zentrale Beobachtungen
- Internationale Mobilität stellt bestehende Strukturen zunehmend in Frage
- Die steuerliche Qualifikation bleibt ein wesentliches Risikofeld
- Substanz und Transparenz gewinnen weiter an Bedeutung
- Tragfähige Lösungen entstehen im Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen und unter Berücksichtigung der praktischen Umsetzung
Fazit
Die Konferenz hat einmal mehr gezeigt, dass erfolgreiche Strukturen nicht nur technisch überzeugen müssen, sondern vor allem im Zusammenspiel mehrerer Rechtsordnungen bestehen.
Gerade im internationalen Kontext liegt der Mehrwert in der Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden und daraus Lösungen zu entwickeln, die auch unter praktischen und langfristigen Gesichtspunkten bestehen



